Hallo meine Freunde des Radsports,

Es dauerte einige Zeit bis ich mich davon überzeugen ließ, mich mit der Firma Scandlines in Verbindung zu setzen. Ich dachte, dass das für mich kein einfaches Gespräch sein wird. Nur war das wiederum ein Trugschluss, denn der Leiter Konzernkommunikation & Public Affairs von Scandlines war für solche Gespräche sehr offen und sagte mir sogar „Projekte ohne Probleme sind in Wirklichkeit keine Projekte“. Es kommt doch nur darauf an was man macht, wenn man Probleme hat. Ich war sehr stolz, dass ich die Strecke Stralsund-Rostock-Gedser-Kopenhagen endlich fahren konnte. Ich bedanke mich noch mal beim ganzen Team von Scandlines, ohne die das nicht möglich gewesen wäre.

Jetzt ging es also in Stralsund weiter. Am Vormittag des 10. September 2009 fuhr ich um 10:00 Uhr von Stralsund los. Das Ziel war der Überseehafen in Rostock. Leider hatte ich die Fähre um 17:00 Uhr nicht geschafft. Da war ich leicht enttäuscht von mir, aber die nächste Fähre fuhr ja schon wieder um 19:00 Uhr. Zwei Stunden später traf ich auf der Insel Falster ( Dänemark ) ein und bin dann noch von Gedser so etwa 15-20 km landeinwärts gefahren. Ich kann euch sagen, auf der Insel Falster eine Möglichkeit zu finden, wo man ein Zelt aufbauen kann, ist wirklich nicht einfach. Dazu kam ja noch dass es dunkel war. Das hat mich richtig herausgefordert, und erst nach Mitternacht habe ich eine Möglichkeit gefunden, wo ich schlafen konnte. Leider ging das nur mit der Iso-Matte und dem Schlafsack. Die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass ich am Morgen zwei Stunden warten musste, bis ich den Schlafsack wieder verstauen konnte. Jetzt ging die Tour nach Kopenhagen erst richtig los, und es war eine richtige Herausforderung diese zu fahren, da ich gleichzeitig eine Möglichkeit finden musste, wo ich mich waschen konnte. Die Ostsee war bei diesem Wetter nicht gerade einladend für ein Bad. Es war nicht gerade warm für ein Bad an diesem Morgen. Dennoch, ich wollte und musste mich ja auch waschen. Auf der Suche nach einem Schlafplatz hatte ich mich in der Nacht immer weiter von den befestigten Wegen entfernt. Wieder festen Boden zu bekommen war eine pure Herausforderung. Schaut euch bitte die GPX-Daten von meinem Navigationssystem an (über das Internet wie z.B. mit Google Earth der Version 5). Ich kann euch sagen, ich war richtig wütend auf mich selbst, da ich mich wirklich das erste Mal mit diesem Gespann auf unbefestigten Wegen festgefahren hatte. In der Nacht zu diesem Platz zu kommen, war ja wirklich kein Problem, aber das Rauskommen war ein riesiges Problem. Der ganze Weg schien nur aus Strandsand zu bestehen. Ich habe über zwei Stunden gebraucht, wieder festen Boden unter die Reifen zu bekommen. Endlich hatte ich wieder festen Boden unter den Reifen, denn mein Ziel war Kopenhagen. Dort, wo die Meerjungfrau auf dem Stein sitzt. In Kopenhagen sind mir Sachen passiert. Wie kann ich bis heute noch nicht begreifen, aber das bleibt mein kleines Geheimnis bis mein Buch fertig ist, denn ich muss ja auch welche haben für das Buch. Um 1:00 Uhr nachts war ich an meinem Ziel, der Meerjungfrau Stein in Kopenhagen, angekommen. Ein Foto liegt auch auf der Homepage. Das Foto der Meerjungfrau bei Nacht gefällt mir mit dieser Beleuchtung echt gut. In Kopenhagen selbst habe ich leider keine Schlafmöglichkeit finden können, so dass ich bis spät in die Nacht fahren musste. Erst am Morgen fand ich eine Schlafmöglichkeit, wo ich mich bis 9:00 Uhr ausgeschlafen habe. Jetzt geht das Interessante erst los. Bei der Rückfahrt von Kopenhagen über Gedser – Rostock bis Stralsund war mein Ziel es auch in 24 Stunden mit dem Gespann und dem Gewicht zu fahren. Ich habe voll mein Ziel erreicht. Ich rate aber wirklich keinem solche Fahrten nachzumachen, denn ich habe wirklich aus Übermüdung am Straßenrand gemeint, schwarze Katzen gesehen zu haben, wo auch keine waren.

Am nächsten Morgen um 7:00 Uhr traf ich vor meiner Wohnungstür ein. Bitte schaut, wie gesagt, auf die GPX-Daten vom Navigationssystem. Dass ich mein Ziel in 24 Stunden mehr als erreicht habe, war auch mein Ziel dieser Fahrt. Jetzt gehe ich auch noch ein kleines bisschen auf den Radfernweg von Berlin nach Kopenhagen ein. Es gibt auf diesen Radweg wirklich sehr interessante Stellen und auch Menschen, die es sich lohnt kennen zu lernen, wie z.B. einen An- und Verkauf für Modelleisenbahnen auf der Strecke, wo es sich für Modellbauer auch schon mal lohnt reinzuschauen (nur als kleiner Tipp von meiner Seite). Also ich kann euch auch wirklich mal raten, fahrt und genießt auch solche Fahrt. Es gibt wirklich sauinteressante Stellen und Möglichkeiten kennenzulernen. Für mich selbst muss ich sagen, dass auf diesem Radweg zu fahren, eine interessante Alternative zu Bundesstraßen und Gemeindestraße ist. Ich bedanke mich bei allen Personen, auch die die mich überzeugt haben den Radweg Berlin Kopenhagen zu fahren. Danke an dieser Stelle nochmal.

Jetzt komme ich auch nochmal zu ein Geburtstagskind in meiner Heimatstadt. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team des Mediamarkts Stralsund zum 12. Jahr des Bestehens des Marktes in der Hansestadt Stralsund, und ich wünsche euch für die nächsten 12 Jahre viel Erfolg in Zukunft, und würde mich freuen wenn ich mit dem Markt auch weiter zusammenarbeiten kann.

Und jetzt noch ein Tipp zur der Fahrsicherheit mit Fahrrad und Anhänger. Ich habe wirklich eine Bitte an alle, die mit Fahrrad und Anhänger fahren. Fahrt bitte immer mit ausreichend Licht am Fahrrad und auch am Anhänger, und das auch mit einem Fahrradhelm, denn das ist euer Leben.

Ich habe jetzt auch mit der Dekra Stralsund gesprochen, dass mein Anhänger nochmal weiter umgebaut wird. Die Schwachpunkte, die ich dieses Jahr wieder hatte sollen endlich weg sein. Das heißt für mich viel Arbeit. So dass die Tour, die im März-April stattfinden wird unter besseren Sternen stattfinden wird. Ich kann euch sagen, für mich hat diese Tour es in sich. Wenn alles klappt, so wie ich denke wird sie nicht in Deutschland sein. Darüber werdet ihr aber noch rechtzeitig in Kenntnis gesetzt.

Bis denne euer Martin

Bericht Kopenhagen 2009