Ich grüße alle Radfahrer Deutschlands,

ich habe mein Ziel nach Berlin zu fahren geschafft. Leider nicht in zwei Nächten, wie ich es eigentlich vorhatte. Aber dazu später mehr. Also die erste Nacht bin ich von Stralsund bis Greifswald gefahren. 3 km vor Greifswald habe ich mein Zelt auf einem Feld aufgebaut und das bei Regen. Da war ich nicht begeistert. Am nächsten Morgen ging es dann weiter bis nach Neubrandenburg, wo ich auch abends im Dunkeln ankam. In Neubrandenburg wurde ich von einer freundlichen Polizistin gebeten doch bitte am Tage mit diesem Gespann weiterzufahren. Um das machen zu können habe ich eine Frage an sie. Um nicht mitten in der Stadt mein Zelt aufzubauen, fragte ich sie, ob ich über Nacht im Obdachlosenheim bleiben könnte. Dieser Bitte kam sie auch dankend nach. Ich muss sagen, die Leute, die im Obdachlosenheim arbeiten, geben sich richtig viel Mühe, um es den Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten. ASB von Neubrandenburg – macht weiter so, echt klasse, gute Arbeit.

Am nächsten Morgen bin ich von Neubrandenburg weiter nach Berlin gefahren und wirklich bis nach Berlin. Und diese Nacht habe ich in Berlin Pankow auf einem Feld im Schlafsack geschlafen, und das ohne Zelt. Bis mich am Morgen freundliche Fußgänger aus dem Schlaf geholt haben, mit den Worten „Guten Morgen. Aufstehen!“ und das tat ich auch. Dann bin ich langsam zur Bahnhofsmission am Berliner Hauptbahnhof gefahren, um erstmal einen richtig schönen Kaffee zu trinken. Und da muss ich auch sagen, die Leute von der Bahnhofsmission machen ihre Arbeit auch klasse. Der Aufenthaltsraum ist wiederum auch schön sauber. Zwar habe ich wenig Geld, aber auch ich legte eine kleine Spende in den Spendentopf rein.

Und ich habe die Leute auch gefragt, wo das nächste Obdachlosenheim ist. Dann gaben sie mir die Adresse, die ich aber natürlich nicht veröffentlichen werde. Jetzt fragt Ihr euch bestimmt, wo ich die Nacht verbracht habe. Natürlich in dem Obdachlosenheim, dessen Adresse ich von der Mission bekommen habe. Wiederum auch sehr sauber und auch danke an dieses Team, dass ich diese Nacht in Berlin in einem warmen Bett verbringen durfte. Das Essen war echt Spitzenklasse. Auf alle Fälle war die Fahrt für mich sehr lehrreich. So weiß ich, wie weit ich mit meiner körperlichen Kraft gehen kann und noch weiter. Ihr fragt euch sicherlich, wieso diese Fahrt bis nach Berlin zum Alexanderplatz ging. Das kann ich euch ganz einfach beantworten. Es sollte eine Fahrt sein, die auf Zeit ging . Ich wollte in möglichst kurzer Zeit diese Strecke schaffen.

Den einen Tag Pause habe ich mit ein paar Freunden in Berlin auf dem Alexanderplatz und Umgebung verbracht. Und das war echt klasse von denen, dass wir uns am Sonntag treffen konnten. Danke für alles an euch beide. Auf dem Alexanderplatz habe ich auch paar Mädels kennen gelernt und gleich gefragt, ob sie Lust haben nächstes Jahr mit mir zum Festival „Haltestelle Woodstock“ nach Küstrin in Polen zu fahren – mit dem Fahrrad und Anhänger. Dabei erwiderte eine von beiden, es könnte eine interessante Fahrt werden. Leider habe ich aber keine Visitenkarten dabei, so dass ich sie nur gebeten habe, auf die Internetseite von mir und dem Jugendklub zu gehen, und mir dann eine Mail zu schreiben, wie wir das machen wollen. Da sagten sie „Das machen wir gern“. Ich hoffe, dass sie auch ihr Versprechen einhalten werden. Am nächsten Morgen verließ ich Berlin wieder Richtung Stralsund. Ich habe hier den Versuch gestartet, in 24 Stunden von Berlin nach Stralsund zu fahren. Dieses Ziel habe ich um 4 Stunden nur knapp verfehlt.

Etwas wichtiges möchte an dieser Stelle noch loswerden. Es gibt da zwei Geburtstagskinder, den beiden erstmal alles Gute zum Geburtstag. In Neustrelitz wurde der Netto 5 Jahre alt. Ich wünsche euch auch in den nächsten Jahren viel Erfolg. Auf der Hinfahrt Richtung Berlin kam ich dort vorbei. Ich bedanke mich auch beim Nettoteam für die freundliche Bewirtung. Der Kuchen hat mir sehr gut geschmeckt. Wenn ihr die Fotos sehen wollt von der Geburtstagsfeier, sie sind auf unsere Homepage. Jetzt komme ich auch zum zweiten Geburtstagskind. Das ist der Globus von Stralsund. Er hatte 15 jähriges Bestehen, und da der Globus ein Sponsor von mir ist, war ich diese Woche auch in Stralsund und habe das Fahrrad und den Anhänger dort ausgestellt. Das war mein Geburtstagsgeschenk an das Team.

Jetzt komme ich zu der Tour vom Sonntag, dem 16. August 2009. Da ging es wieder nach Berlin. Diesmal zum Brandenburger Tor, wo die Weltmeisterschaft für Leichtathletik stattfand. Da darf ich nicht fehlen und deswegen fuhr ich wieder nach Berlin, um dabei zu sein und mitreden zu können. Diesmal habe ich es auch endlich in der Zeit geschafft, in der ich wollte. Die Rückfahrt war dabei der Startschuss zu einer ganz neuen Tour. Eine Fahrt auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen bis nach Dänemark. Das sollte wieder eine Tour durch die Nacht werden. Ich habe an alle Radfahrer eine Bitte. Fahrt immer mit ausreichend Beleuchtung am Fahrrad. Es geht um eure Sicherheit im Straßenverkehr, und nach meiner Erfahrung ist eine gute Beleuchtung das wichtigste.

Viel Spaß beim Fahren mit dem Fahrrad

Bericht Berlin